KUW Berichte SJ 26/27

KUW 6. Klasse – 19. August 2026 - Besuch im Berner Münster und im Thorberg zum Thema Berner Reformation mit Kartäu­sermönch und Prior Niclaus Schürstein

Die KUW 6. Klasse erlebte einen eindrücklichen Nachmittag: Wir besuchten das Berner Münster und den Thorberg, wo einst ein Kartäuserkloster stand. Das Kloster wurde nach der Reformation aufgehoben und später vollständig abge­brochen; erst viele Jahrhunderte danach entstand dort die heutige Justizvoll­zugsanstalt. Beide Orte erzählen auf beeindruckende Weise von der Berner Re­formation des Jahres 1528.

Die Reformation in Bern
Vor fünfhundert Jahren entschieden die Menschen in Bern, ihrem Glauben eine neue Richtung zu ge­ben. Sie hörten auf die Worte des Zürchers Huldrych Zwingli und wollten einfacher glauben, ohne Ab­lass (Ablass: Die Menschen wurden da­mals von der katholischen Kirche bewusst angelogen und glaubten, sie könnten sich mit Geld den Himmel erkaufen.) und ohne kostbaren Kirchen­schmuck. Die Bibel sollte im Mittelpunkt stehen. In einer grossen Disputation wurde beschlos­sen: Bern wird reformiert. Viele Bilder und Statuen wurden ent­fernt. Man nennt das den Bildersturm. 

Das Berner Münster
Das Münster ist die höchste Kirche der Stadt Bern und wurde vor mehr als sechs­hundert Jahren ge­baut. Früher war es katholisch, nach der Reformation wurde es reformiert. Die Kinder bestaunten den hohen Turm, die farbigen Fenster und das eindrucksvolle Bild des Jüngsten Gerichts über dem Eingang. Bis heute ist das Münster ein Ort des Gebets und der Begegnung.

Der Thorberg
Im Krauchtal besuchten wir das Gelände des früheren Kartäuserklosters Thor­berg. Dort lebte zur Zeit der Reformation der Prior Niclaus Schürstein mit seinen Priester- und Brudermönchen. Er kannte die Bibel gut, fand jedoch erst später zu einem persönlichen Glauben an Jesus, was sein Leben tief veränderte. Vom einst grossen Kloster steht heute nur noch ein einziges Gebäude: das «Glauserhüsi». Die Kinder sahen dieses alte Haus, das früher das «Schpital» war. Dort konnten die weiblichen Angehörigen der Mön­che zu Besuch kommen; später wurde es wie ein kleines Spital genutzt. Das «Glau­ser­hüsi» hat seine ursprüngliche Gestalt weitgehend bewahrt und erinnert noch heute an die Geschichte des Klosters.

Ein Nachmittag voller Geschichte
Die KUW 6. Klasse lernte, wie stark die Reformation Bern geprägt hat und wie diese Orte bis heute davon erzählen. Ein spannender und eindrücklicher Nach­mittag, der den Glauben und die Geschichte leben­dig macht.

 

KUW Kurzbericht der 3. Klasse vom 18. August 2026

Heute haben wir zusammen das Gebet «Unser Vater» gesprochen. Danach hör­ten wir eine spannende Geschichte aus der Bibel. Josua erzählte, wie Gott die Menschen begleitet und beschützt hat. Ein Esel hat sogar gesprochen und Hor­nissen haben geholfen. Wir lasen auch, wie Jesus auf einem Esel in die Stadt Je­rusalem geritten ist. Später besuchten wir Niklaus Badertscher und seine zwei Esel. Er zeigte uns, wie Esel leben und was sie gerne haben. Im Schulzimmer mal­ten wir den Esel von Bileam, die Hornissen und den Ritt von Jesus. Wir lernten das Fingerspiel Jesus kommt geritten und zeichneten das Kreuz auf den Rücken des Esels. Zum Schluss hörten wir, warum wir Weihnachten, Karfreitag, Ostern und Pfingsten feiern. Alle schrieben ein kleines Feedback zum KUW-Nachmittag.

 

KUW Kurzbericht der 3. Klasse mit Gottesdienst vom 16. August 2026

«Gott ist wie ein guter Hirte. Er passt auf dich auf. Er gibt dir alles, was du brauchst. Er führt dich an einen sicheren Ort. Auch wenn du Angst hast, ist er bei dir. Gott beschützt dich. Gott liebt dich». So begann Pfarrer Thomas Hurni den Familiengottesdienst mit dem Psalm 23. Danach erzählte er die Geschichte vom Hirten mit seinen hundert Schafen. Der Hirte zählte jedes Tier. Plötzlich merkte er, dass ein Schaf fehlt. Er suchte überall. Er suchte lange. Endlich fand er das Schaf in einem Wasserteich. Der Hirte nahm es vorsichtig heraus. Er legte es sanft auf seinen Rücken und trug es nach Hause. Diese Geschichte erzählte Jesus den Menschen. Jesus sagte: So freut sich Gott über jeden Menschen, der wieder zu ihm kommt. Menschen sind wie Schafe. Jesus der gute Hirte sucht alle Menschen. Er will ihnen helfen, den Weg zu Gott zu finden. In sein Reich. In das Paradies. Er will nicht, dass ein Mensch verloren geht. Die Organistin Yuko Ito spielte das Kinderlied «Eifach super, dass du da bisch». Kinder, Eltern und Besu­cher sangen, tanzten fröhlich mit. Die Jungschar der Kirchgemeinde unter der Leitung von Stefan Zemp stellte ein Zelt für die Kinder auf. Alle Kinder sind eingeladen in die Jungschar zu kommen. Es ist ähnlich wie die Pfadi. Zum Abschluss betete die Kirchgemeinde das «Unser Vater».

 

KUW Kurzbericht der 3. Klasse vom 11. August 2026

In der Holzpfarrscheune beginnt der Nachmittag fröhlich und leicht. Die Kinder kommen herein, werden herzlich begrüsst und erfahren, was ihr eigener Vor­name bedeutet. Viele staunen, weil ihr Vorname plötzlich eine eigene Geschichte hat. 
Gemeinsam sprechen sie das «Unser Vater» und finden einen besonderen Mo­ment, bevor das Abenteuer der kirchlichen Unterweisung (KUW) beginnt. Dann geht es los. Drei Lieder erfüllen die Scheune mit Stimmen und Freude. Danach tauchen die Kinder in die Geschichte der Arche Noah ein. Sie hören von acht Menschen, vielen Tieren, dem bunten Regenbogen und der grossen Arche aus Holz mit ihren drei Stockwerken. Unten liegt der Bereich für den Mist, in der Mitte wohnen die Tiere, oben leben die Menschen. Dort gibt es ein kleines Fenster von etwa vierzig auf vierzig Zentimetern. Aus diesem schickte Noah zuerst den Raben und danach dreimal die Tauben hinaus aufs weite Meer. Die Kinder spüren, wie wichtig Ord­nung, Aufmerksamkeit und Sorgfalt sind, damit alle geschützt bleiben. Was sie dabei entdecken, nehmen sie mit in ihre Holzpfarrscheune. 
Sie entdecken das Christentum und das Judentum, die Wurzel des christlichen Glaubens, und er­fahren, dass Glaube Gemeinschaft schafft und im Alltag gelebt werden kann. Sie schliessen die Eingangstüre, halten die beiden WC sauber, stellen die Schuhe an die Wand und lassen den Boden frei, damit im Notfall alle rasch hinausfinden. Sie merken, dass jedes Ding seinen Platz braucht, so wie in der Arche, wo Ord­nung Schutz und Sicherheit gab. Dabei spüren sie, dass sie zusammenhalten und Verantwortung übernehmen können und dass ihre Pfarrscheune zu einem siche­ren Raum wird, wenn alle mithelfen. Jedes Kind erhält eine eigene Bibel und weiss nun, dass sie zwei Teile hat: den Tanach (TNK) und das Neue Testament (NT). So ver­binden sie Wissen, Gefühl und Handlung. Sie lernen etwas über den Juden Jesus, über Gott und über die Menschen der damaligen Zeit, üben das Beten und ent­decken, wie der christliche Glaube im Alltag Gestalt gewinnen kann. Zum Schluss stellen sich alle für ein Klassenfoto auf, das diesen ersten Nachmittag der KUW festhält.