Wahlfachkurs vom 14.10.26 «Kämpfen um zu leben»
Wie weit würdest du gehen, um zu überleben?
Diese eindringliche Frage begleitete die Schülerinnen und Schüler durch den Wahlfachkurs «Kämpfen um zu leben». Im Mittelpunkt stand die bewegende Lebensgeschichte von Hertzko «Harry» Haft, einem jüdischen Holocaust Überlebenden, der als Jugendlicher die grausamen Verbrechen der Schoah am eigenen Leib erfahren musste.
1941 wurde Harry, noch keine 16 Jahre alt, allein wegen seiner jüdischen Herkunft nach Auschwitz deportiert. Dort zwangen ihn SS Offiziere zu brutalen Boxkämpfen ohne Handschuhe. Für die Verlierer bedeutete dies den Tod. Harry überlebte, doch die Erlebnisse hinterliessen tiefe Spuren und prägten sein weiteres Leben nachhaltig.
Anhand eindrücklicher Bilder und Berichte erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Verfolgung der Juden, die unmenschlichen Bedingungen in den Konzentrationslagern und das Schicksal von Millionen unschuldiger Menschen. Durch praktische Boxübungen konnten sie ansatzweise nachvollziehen, unter welchem Druck Harry Haft täglich stand und welche Herausforderungen sein Überlebenskampf mit sich brachte.
Besonders nachdenklich machte die Tatsache, dass die Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen von Personen organisiert und durchgeführt wurde, die oft ein scheinbar gewöhnliches Leben führten. Gerade deshalb bleibt die Frage aktuell, wie wir heute auf Ausgrenzung, Hass und Ungerechtigkeit reagieren.
Der Holocaust mahnt uns bis heute, die Würde jedes Menschen zu schützen und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten. Passend dazu begleiteten die biblischen Worte den Kursnachmittag: «Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem» (Röm. 12,21) und «Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind» (Spr. 31,8).
Ein eindrücklicher und bewegender Wahlfachkursnachmittag, der deutlich machte: Erinnern ist mehr als Geschichte. Es bedeutet hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und mutig für Menschen einzustehen, die ausgegrenzt oder benachteiligt werden.
Wahlfachkurs vom 26.08.26
Jakobs Traum ist schlicht. Er sieht eine Leiter, die in den Himmel führt. Engel gehen ihren Weg. Jakob steht mit Angst und Schuld da und merkt trotzdem, dass Gott ihn nicht fallen lässt. Die Bibel sagt, dass Jesus dieser Weg ist. Jesus ist die Leiter zu Gott. Kein Druck, kein Theater. Ein Weg, der offen ist.
Wir steigen mit der Feuerwehr Herzogenbuchsee hoch. Wir sehen unsere Welt von oben. Keine grosse Stimmung, kein Druck. Nur ein Moment, der echt ist. Vielleicht spürt man dort oben sogar Angst. Nicht die Angst, die man versteckt, sondern die, die zeigt, dass man ein Mensch ist. In diesem Moment merkt man, dass Hoffnung nicht laut sein muss. Sie kommt leise. Sie kommt manchmal erst dann, wenn man sich klein fühlt.
Die Bibel sagt, dass Jesus der Weg zu Gott ist.Jesus ist die Leiter nach oben. Ein Weg, der bleibt, auch wenn man ihn nicht sofort spürt. Danach stehen wir wieder auf dem Boden. Aber vielleicht bleibt ein Gedanke. Es gibt einen Weg nach oben. Er ist offen. Er trägt. Und manchmal reicht ein stiller Moment, um das zu merken.
